Tipps für professionelle mitarbeiterfotos

Das Styling

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig und schriftlich über den geplanten Termin und geben Sie, wenn gewünscht, auch einen bestimmten Dresscode vor.

Da Ihre Arbeitnehmer nacheinander zum Shooting kommen, kann es sein, dass einige morgens aufwendig gezauberte Frisuren bereits die besten Zeiten hinter sich haben. Auch der Teint des einen oder anderen Kollegen kann durchaus etwas abgekämpft anmuten.

Bestellen Sie sich daher am besten einen Stylisten für diesen Tag. Das kostet zwar ein paar Euro mehr, bewahrt Sie aber vor bösen Überraschungen.

Nicht selten passiert es, dass einer seinen Kamm vergessen hat oder ungeschminkt zur Arbeit erscheinen musste, weil der Wecker nicht geklingelt hat.

 

Die Wirkung

Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie die Bilder wirken sollen, und stellen Sie sicher, dass das auch organisatorisch und zeitlich beim Shooting zu gewährleisten ist.

Sollen die Fotos für den Außenauftritt genutzt werden, sollte auf Seriosität und Haltung geachtet werden. Sind die Bilder nur für die interne Verwendung an einem Geburtstagskalender oder einer Telefonliste gedacht, darf auch ruhig einmal der Spaß im Vordergrund stehen und die Fotos entweder lustig oder locker lässig rüberkommen. Eine Tasse Kaffee in der Hand, eine Zigarette im Mund oder ein total überforderter Gesichtsausdruck – jeder so, wie ihn seine Kollegen kennen und mögen.

Steht der Mitarbeiter einmal vor der Linse, kann auch beides gut kombiniert werden, das lockert die Atmosphäre und zeigt eindrucksvoll die Wandelbarkeit der Menschen.

 

Die Corporate Identity

Sowohl große Marken, als auch kleine Unternehmen sollten beim Außenauftritt die CI unbedingt konsequent vertreten. So sollten sich auch die Bilder, die für die Öffentlichkeitsarbeit bestimmt sind, an diesem Konzept orientieren.

Darf gelächelt werden? Soll man die Zähne sehen? Ist ein Namensschild oder einheitliche Firmenkleidung zu tragen? Viele Details, die es zu beachten und im Vorfeld genau zu klären gilt, nicht dass die Bilder am Ende wegen Kleinigkeiten nicht zu verwenden sind.

 

Der Ort

Soll das Shooting am Arbeitsplatz erfolgen oder in einem separaten Raum an einem vorbereiteten Set? Auch hier sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Fotograf die Vor- und Nachteile beider Varianten abwägen.

Authentischer und individueller wirken Bilder am Arbeitsplatz. Man nimmt den Betrachter sinnbildlich mit an den Ort des Geschehens und lässt ihn so am gesamten Arbeitsprozess teilhaben.

Doch hat diese Variante auch ihre Nachteile. An jedem Aufnahmeort herrschen andere Lichtverhältnisse, es wirken andere Hintergründe und Umgebungsfarben auf das Foto. So wird eine Einheitlichkeit nur schwer herzustellen sein.

Auch wird an den jeweiligen Sets der Arbeitsablauf gestört, da ein solches Event nicht nur die Neugier der umstehenden Kollegen auf sich zieht, sondern auch die Hintergründe unter Umständen ständig neu korrigiert werden müssen. Wägen Sie daher gut das Für und Wider ab, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

 

Die Zeit

Sorgen Sie dafür, dass genügend zeitliche Ressourcen für ein solches Shooting zur Verfügung stehen, und geben Sie Ihren Mitarbeitern bewusst diese Auszeit. Gehetzte Abteilungsleiter, die in Gedanken bereits beim Kunden sind, der seit 3 Minuten auf sie wartet, oder gestresste Gesichter, die mehr gequält als erfreut das Ganze über sich ergehen lassen, sind kein guter Ausgangspunkt für grandiose Bilder.

Aktualität

Ein solches Shooting sollte keine Eintagsfliege sein. Halten Sie die Bilder immer auf dem neusten Stand und wiederholen Sie daher ein solches Shooting alle 4 bis 5 Jahre. So stellen Sie nicht nur sicher, dass auch neue Mitarbeiter bedacht werden, sondern auch, dass das Foto eines Mitarbeiters kurz vor dem Ruhestand nicht noch aus seiner Lehrzeit stammt.

 

Das Format

Überlegen Sie auch, in welchem Format Sie die Fotos benötigen. Für das Mailprogramm oder ein digitales Telefonbuch kommen wahrscheinlich quadratische Bilder im Betracht, während auf Visitenkarten oder Flyern das Hochformat am passendsten wäre. Auf der Homepage wiederum kann ein Bild im Querformat auf der Seite Ihrer Abteilung perfekt zur Geltung kommen.

Sprechen Sie Ihren Fotografen darauf an und wählen Sie im Zweifelsfall lieber das Querformat. Aus diesem kann mit wenigen Mühen jedes andere zugeschnitten werden.

 

Legal Compliance

Sprechen Sie sich nicht nur mit Ihren Mitarbeitern und dem Betriebsrat über das geplante Shooting, sondern holen Sie auch die Rechtsabteilung ins Boot. Hier geht es vor allem um die Verwendung der Mitarbeiterfotos. Welche Einverständniserklärung bietet Rechtssicherheit? Wo dürfen Sie die Bilder nutzen?

Sichern Sie sich ab! Nicht selten haben Mitarbeiter nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen plötzlich ein Problem, das es vorher nicht gab, und erhoffen sich Schadenersatz.

 

Individualität respektieren

Vielleicht werden Sie mit dieser Idee nicht jeden Ihrer Mitarbeiter begeistern können. Sprechen Sie das Shooting offen an, signalisieren Sie aber auch, dass niemandem ein Nachteil entsteht, der sich nicht fotografieren lassen möchte.

Die Gründe für eine Ablehnung können ganz unterschiedlicher Natur und müssen keine Entscheidung für die Ewigkeit darstellen. Vielleicht ist die Skepsis bei manchen anfangs groß und in 5 Jahren nehmen sie gern daran teil. Respektieren Sie die Entscheidungen jedes Einzelnen, geben Sie aber beim Wiederholungstermin jedem wieder die Gelegenheit neu zu entscheiden.

 

Do’s und Don’ts für Männer

Business Portraits dienen dem Zweck Sie und Ihr Unternehmen authentisch vorzustellen. Unter diesem Gesichtspunkt sollten Sie auch Ihre Garderobe für diesen Tag auswählen.

Kleiden Sie sich so, wie Sie Ihre Kunden auf Konferenzen, zu Terminen oder Meetings begrüßen würden, Vermeiden Sie Experimente und bleiben Sie natürlich.

Der Blickfang sollte ihre Ausstrahlung, nicht Ihre Kleidung sein. Wählen Sie daher möglichst gedeckte, dunklere Farben für Sakko und Hose und als Kontrast ein helleres, unifarbenes Hemd ohne Muster. Die Krawatte sollte passend, fest gebunden und ebenfalls unaufdringlich sein.

 

Do’s und Don’ts für Frauen

Auch für die Damen gilt – Natürlichkeit und Seriosität ohne Experimente!

Setzen Sie Ihren Charme in Szene, vermeiden Sie jedoch zu körperbetonte oder grelle Kleidung. Achten Sie darauf, dass die Farbe Ihrer Bluse oder Ihres Kleides möglichst einen Kontrast zur Haarfarbe bildet. Wählen Sie ein ansprechendes, aber zurückhaltendes Dekolleté und stimmen Sie eventuelle Halsketten entsprechend darauf ab.

Das Make Up darf gern Lippen und Augen betonen und Unreinheiten kaschieren, vermeiden Sie jedoch auch hier einen unnatürlich wirkenden Look.

Vorrangig gilt – Sie sollen sich wohlfühlen und in Auftreten und Kleidung bei sich sein. Denn nur so kann ich Sie von Ihrer besten Seite zeigen.

 

 

Es müssen Angestellte nicht unbedingt lachen. Jeder Mensch kommt anders rüber. Wenn Zähne zeigen verkrampft wirkt, einfach ein Lächeln andeuten. Das reicht oft bereits und sympathisch zu wirken. 

Locker bleiben! Viele fürchten sie vor dem fotografiert werden. Machen Sie dem Team bewusst: Der Fotograf möchte Genaus wie die Mitarbeiter, dass alle sympathisch wirken. Zwang steht keinem gut, also eine Portion Humor mitbringen. 

 

 

Gelungene Platzierung für die Mitarbeiterfotos

 

Mögliche Einsatzorte für Firmenfotos sind...

 

… auf der Titelseite

Die Startseite der Homepage kann - je nach Website-Layout - mit verschiedenen Bildern bespielt werden. Ein erster, positiver Eindruck vom Team kann ein guter Türöffner sein. Gut eignen sich auch Szenen aus dem Berufsalltag. Außerdem werden Bilder schneller verarbeitet als Text. Wenn Sie hier überzeugen, wird sich der Website-Besucher mit höherer Wahrscheinlichkeit mit dem weiteren Inhalt beschäftigen.

 

… auf der Karriere-Seite

Karriereseiten auf der Homepage liegen im Trend. Gutes Personal zu begeistern, wird immer wichtiger. Teamfotos und Szenen aus dem Tagesgeschäft vermitteln den Bewerbern einen ersten Eindruck vom Arbeitsalltag. Wer sind zukünftige Kollegen? Wie sieht das Umfeld aus? Passe ich wohl rein? 

 

… auf der Team-Seite

Oft stellen Unternehmen ihr Team auf der Homepage vor. Eine lange Namens-Liste wirkt eher steril und kühl. Einladend wirken dagegen ein gemeinsames Foto oder Einzelportraits.

 

… auf der Ansprechpartner-Seite

Haben Sie das schon mal erlebt? Ein Unternehmen nennt nicht nur den Ansprechpartner auf der Homepage, sondern setzt auch ein Foto daneben. Wenn die Person dazu noch freundlich lächelt, nehmen wir viel lieber den Hörer in die Hand.